Prättigau Tourismus: Notwendigkeit neuer Tourismusstrukturen wird erkannt

Am der öffentlichen Informationsveranstaltung des Regionalverbands Pro Prättigau vom 25. Oktober 2006 in Küblis legten die Verbandsverantwortlichen dar, weshalb der im Rahmen des Teilprojekts “Marketing/Strukturen” des Projekts Prättigau Plus geplanten Prättigau Tourismus GmbH zum Durchbruch verholfen werden muss.

In der an die Präsentation der Tourismus GmbH anschliessenden Diskussion wurden wohl die bekannten kritischen Einwände geäussert, der Grundtenor brachte aber dennoch zum Ausdruck, dass eine schlagkräftige Regionalisierung im Prättigau Tourismus nun überfällig ist.

Joos Mathis konnte anlässlich der öffentlichen Informationsveranstaltung zu den geplanten künftigen Tourismusstrukturen im Prättigau am 25.10.2006 in Küblis eine erfreulich grosse Teilnehmerzahl begrüssen, was das Interesse an der wichtigen Thematik unter Beweis stellt. Er wies eingangs auf die bisherigen Aktivitäten im Rahmen des Projekts Prättigau Plus im Allgemeinen und im Bereich des Teilprojekts “Marketing/Strukturen” im Besonderen hin. Ausführlich nahm er zur Notwendigkeit der geplanten neuen Prättigau Tourismus GmbH Stellung. U. a. hielt J. Mathis fest, dass die grosse Chance, im Prättigau eine schlagkräftige regionale Tourismusorganisation ins Leben zu rufen, nun endlich gepackt werden muss. Ein gewisser Mut zum Risiko ist erforderlich. Wie für einen Gewerbebetrieb gilt es auch für die Region, Investitionen in die Zukunft zu tätigen.

Ausgestaltung, Kosten und Argumente Prättigau Tourismus GmbH
Die mit dem Teilprojekt „Marketing/Strukturen“ betraute ARGE Jöri Schwärzel / Urs Zweifel stellte in der Folge den Businessplan der geplanten Prättigau Tourismus GmbH ausführlich vor und unterbreite einleuchtende Argumente, die für einen Beitritt der Prättigauer Gemeinden (ohne Klosters-Serneus) zur Prättigau Tourismus GmbH sprechen. Prättigau Tourismus wird idR nicht eigenständig Werbung betreiben, sondern diesbezüglich eine Zusammenarbeit mit der DMO (Destination Management Organisation) Davos/Klosters sowie weiteren Marketingpartnern (z. B. Graubünden Ferien, Grüsch-Danusa, SBM Events AG, Schweiz pur von Schweiz Tourismus) pflegen. Die jährlichen Betriebskosten, welche durch die Gemeinden, Kurtaxeneinnahmen und freiwillige Bettenbeiträge finanziert werden sollen, betragen jährlich rund Fr. 450’000.–, die grösstenteils im Marketing eingesetzt werden sollen. Die Argumente, die für die Regionalisierung im Tourismus sprechen lauten: heute fehlende Konkurrenzfähigkeit und zu geringe Mittel für eine erfolgreiche Vermarktung, die Möglichkeit zur Schaffung/Gestaltung von guten Angeboten sowie eine effizientere und effektivere Vermarktung via Partner.

Der Kanton zieht am gleichen Strick
Walter Castelberg vom Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden hielt im Rahmen seiner Aufführungen fest, dass sich das Prättigau mit der eingeschlagenen Marschrichtung genau auf dem richtigen Weg befindet und darin vom Kanton die volle Unterstützung geniesst. Die Bestrebungen im Prättigau korrespondieren auch mit dem kantonalen Projekt “wettbewerbsfähige Strukturen und Aufgabenteilung im Tourismus”. Er betonte, dass man sich mit der Beibehaltung der heutigen touristischen Strukturen ins Abseits manövrieren würde.

Erfordernis regionaler Strukturen wird grossmehrheitlich erkannt
Obwohl im Rahmen der Diskussion bekannte Einwände geäussert wurden (u. a. fehlende Mittel vor Ort, insbesondere für den Unterhalt der touristischen Infrastrukturen, mangelnde Einbindung der Frage des öffentlichen Verkehrs) konnte im Kreis der Anwesenden die grossmehrheitliche Einsicht konstatiert werden, dass eine effiziente und effektive regionale Tourismusstruktur eine absolute Notwendigkeit für eine erfolgreiche touristische Zukunft bildet. So fragte sich ein engagierter Teilnehmer, welche Alternativen denn das Prättigau habe, und appellierte dem Projekt Prättigau Tourismus GmbH doch eine Chance zu geben. Ein anwesender touristischer Leistungserbringer hielt fest, dass er als einzelner Betrieb nicht in der Lage sei, im grösseren Stil Werbung zu betreiben und die geplante Organisation deshalb sehr willkommen wäre. So töne es auch im Kreis seiner Mitbewerber (Hotels/Gastbetriebe).

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