Die LGT Group ist die Wealth & Asset Management Gruppe des Fürstenhauses von Liechtenstein. Sie konnte im Geschäftsjahr 2006 ihre konsolidierten Eigenmittel – vor Ausschüttung an die Fürst von Liechtenstein-Stiftung – um CHF 470 Mio. erhöhen und verzeichnet damit ein ausgezeichnetes Ergebnis.
Der Reingewinn erhöhte sich um CHF 36.2 Mio. auf CHF 180.8 Mio. (+25.0 Prozent). Die betreuten Vermögenswerte stiegen um CHF 11.3 Mia. auf CHF 88.0 Mia. Davon entfielen CHF 7.5 Mia. auf den Net Asset Inflow (+10.0 Prozent). Der erfolgreiche Expansionskurs der LGT wird weiter geführt. So ist die LGT Bank (Österreich) AG seit Anfang 2007 in Wien operativ tätig; im Laufe dieses Jahres eröffnet die LGT Bank (Schweiz) AG eine Niederlassung in Luzern.
Die klare Fokussierung der LGT auf Wealth und Asset Management zahlt sich – in Verbindung mit der geografischen Expansion – aus. Dass die LGT in den Wachstumsmärkten Asien, Osteuropa, Lateinamerika und Mittlerer Osten bereits verankert ist, sieht S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein, Group CEO der LGT, als grossen Vorteil. Auch im deutschsprachigen Raum ist die LGT weiterhin auf Wachstumskurs: Die LGT Bank in Liechtenstein & Co. OHG eröffnete Anfang 2006 ihre siebte deutsche Niederlassung in Mannheim; seit Februar 2007 ist die LGT Bank (Österreich) AG in Wien operativ tätig, und die LGT Bank (Schweiz) AG etabliert sich im Laufe dieses Jahres mit ihrer sechsten Schweizer Niederlassung in Luzern. «Wir werden unseren erfolgreichen Expansionskurs auch zukünftig weiterverfolgen», resümierte S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Als zusätzlichen Pluspunkt wertet er die im Herbst 2006 eingeführte neue Markt-Organisation: «Diese ermöglicht es, noch gezielter auf die Kundenwünsche einzuge-hen und somit nachhaltig erfolgreich zu sein.»
Betreute Vermögenswerte an der 90-Milliarden-Marke
Bei der Darstellung der Finanzkennzahlen der LGT werden das operative Geschäft mit Kunden und die Kapitalanlagen des Fürstenhauses unterschiedlich erfasst. Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), welche die LGT seit 1996 anwendet, wird das operative Geschäft über die Erfolgsrechnung abgebildet, während die Wertentwicklung des Fürstlichen Portfolios direkt über die Eigenmittel gebucht wird. Aus diesem Grund ist für die LGT die Entwicklung der Eigenmittel am aussagekräftigsten, da sie beide Effekte umfasst.
Im Geschäftsjahr 2006 erhöhte die LGT die konsolidierten Eigenmittel um CHF 470 Mio. (vor Ausschüttung von CHF 100 Mio. an die Fürst von Liechtenstein-Stiftung). Vom Eigenmittelanstieg entfielen CHF 181 Mio. auf das operative Geschäft, CHF 404 Mio. auf die Wertentwicklung des Fürstlichen Portfolios und CHF -120 Mio. auf Währungseffekte. Gegenüber dem Vorjahr nahm der konsolidierte Reingewinn aus dem operativen Geschäft 2006 um CHF 36.2 Mio. auf CHF 180.8 Mio. zu (+25.0 Prozent). Die Gesamterträge stiegen von CHF 594.5 Mio. im Vorjahr auf CHF 726.7 Mio. im Geschäftsjahr 2006 (+22.2 Prozent), wobei in allen Bereichen ein höherer Ertrag erarbeitet wurde. Der Anstieg des Betriebsaufwandes auf CHF 523.6 Mio. (+22.0 Prozent) ist auf die weitere geografische Expansion und den damit verbundenen Personalaufbau zurückzuführen. Die Bilanzsumme nahm von CHF 15.6 Mia. auf CHF 17.9 Mia. zu.
Die Zunahme der betreuten Vermögenswerte um CHF 11.3 Mia. auf CHF 88.0 Mia. entspricht einem um 14.7 Prozent höheren Wert gegenüber dem Vorjahr. Davon entfielen CHF 7.5 Mia. auf Net Asset Inflow (+10.0 Prozent). Auch die Kundenvermögen mit Verwaltungsvollmacht konnten um überdurchschnittliche CHF 4.9 Mia. auf CHF 30.8 Mia. (+18.9 Prozent) gesteigert werden.
Nach der Ausschüttung von CHF 100 Mio. an die Fürst von Liechtenstein-Stiftung beliefen sich die Eigenmittel der LGT per 31. Dezember 2006 auf CHF 2.9 Mia. Die Tier 1 Ratio lag mit 18.6 Prozent deutlich über dem gesetzlichen Minimum von 8 Prozent.
Fürstliches Portfolio mit 17.6 Prozent Bruttoperformance
Die langfristig ausgelegte Zielsetzung des Fürstlichen Portfolios ist es, ein aktienähnliches Wachstum mit ei-nem Risiko vergleichbar wie bei festverzinslichen Anlagen zu erreichen. Dazu kombiniert die Vermögensallokation traditionelle Anlagen in Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Immobilien mit alternativen Investments. Die Bruttoperformance des Fürstlichen Portfolios betrug im vergangenen Jahr 17.6 Prozent. Seit seiner Auflegung am 31.12.1998 erzielte es eine Bruttoperformance von 93.5 Prozent und übertraf damit alle relevanten Vergleichsindizes. Das Fürstliche Portfolio hat erneut bewiesen, dass es als Wachstumsanlage Aufwärtstrends mitmacht, während es in schwierigen Phasen hohe Werterhaltung bietet.
Kontinuität bei den Auszeichnungen
Auch 2006 wurde die LGT von externen Beobachtern für ihre Erfolge im Bereich Dienstleistungsqualität und Investmentperformance ausgezeichnet; diese Auszeichnungen reihen sich nahtlos an diejenigen der Vorjahre an. Die unabhängigen Fachexperten von «Die Welt»/«Welt am Sonntag» zeichneten die LGT als einzigen unter 268 getesteten Vermögensverwaltern in Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland insgesamt mit «summa cum laude» aus. Zudem wurde LGT Capital Partners im alternativen Asset Management als «Private Equity Manager of the Year» mit dem «Global Pensions Award 2007» sowie von «Private Equity International» als «Best European Fund of Funds 2006» ausgezeichnet. Standard & Poor’s qualifizierte mehrere LGT Fonds mit dem Rating «A» und den LGT Equity Fund Global Sector Trends (USD) mit «AA». Damit wird diesen Fonds ein kontinuierlich überdurchschnittlicher Ertrag und ein leistungsfähiges Management attestiert.
Gute Zukunftsaussichten
Die LGT ist gut ins Jahr 2007 gestartet. Sie setzt ihren strategischen Ausbau fort und nutzt dazu ihre günstige internationale Positionierung im Wealth Management und im Asset Management. Die LGT wird die Wachstumsmärkte weiterhin intensiv bearbeiten und sieht mit Zuversicht in die Zukunft.
