(pt) – Die SP Graubünden hat sich kürzlich in ihrer Vernehmlassung zum kantonalen Wasserbaugesetz klar für eine Stärkung der Revitalisierungen als wichtiges und notwendiges Element eines modernen und integralen Hochwasserschutzes ausgesprochen.
Der zur Diskussion stehende Gesetztesentwurf orientiert sich noch zu stark an den konventionellen Wasserbaukonzepten des vergangenen Jahrhunderts. Insbesondere die Gewichtung dieser Revitalisierungen ist deutlich zu schwach ausgefallen. Wasserbauliche Massnahmen müssen heute vermehrt unter dem Aspekt und dem Gefahrenpotenzial der Klimaerwärmung beurteilt werden. Dies kann nur erfolgreich geschehen, wenn der Natur und hiermit den Gewässern auch wieder vermehrt Platz zurückgegeben wird.
Darüber hinaus fehlen im Gesetzesentwurf Hinweise auf ein Gesamtkonzept im Bereich Revitalisierungen, das gemäss Auffassung der SP Voraussetzung ist für ein effektives und gezieltes Vorgehen. Eine Lösung für den zunehmenden Finanzbedarf ist im Gesetzesentwurf und den Erläuterungen dazu nicht ersichtlich. Die SP unterstützt deshalb die Forderungen für eine Fondsfinanzierung wie sie z.B. im Kanton Wallis beschlossen wurde.
Die SP fordert zudem gemäss Prioritätenordnung des Bundes eine Stärkung des Gewässerunterhaltes und der raumplanerischen Massnahmen. Im Weiteren braucht es eine verstärkte Koordination der wasserbaulichen Massnahmen durch den Kanton.
Ähnliche Beiträge :

