(pt) – Die SP Graubünden nimmt mit Befremden zur Kenntnis, dass die Regierung kein Bonus/Malus-System bei der neu konzipierten Strassenverkehrssteuer einführen will. Die Regierung nimmt in Kauf, dass 1.5 Mio. CHF in der Staatskasse fehlen werden.
Die SP steht klar für ein Bonus/Malus-System ein. Erstens können mit einem Malus die Mindereinnahmen von 1.5 Mio. CHF kompensiert werden. Zweitens sollen nicht nur die verantwortungsbewussten Autobesitzer belohnt, sondern auch die Besitzer von Fahrzeugen für ihre übermässige Verschmutzung zur Verantwortung gezogen werden. Es soll damit ein Anreiz geschaffen werden, auf den Kauf von Dreckschleudern zu verzichten. Das Anreizssystem soll also in beide Richtungen wirken und eine Beschleunigung der Schadstoffreduktion erreichen.
Sollte ein Bonus/Malus System nicht eingeführt werden, dann wird sich die SP dafür einsetzen, dass die CO2-Grenzwerte für den Erhalt eines Bonus herabgesetzt werden. Denn die Behauptung, dass in Graubünden Fahrzeuge mit grösseren Motoren notwendig sein sollen, gehört definitiv in die Kategorie Nostalgie. Es gibt laut der Fahrzeugliste des Bundesamtes für Energie über 250 Fahrzeugmodelle, die weniger als 130g/km CO2 ausstossen und genügend Leistung erbringen.
