Am 12. und 19. Oktober finden die 52. Internationalen Pferderennen Maienfeld/Bad Ragaz statt. Insgesamt 21 Rennen mit einem Preisgeld von 258 000 Franken und die erstmaligen Durchführung eines WM-Laufs der Amateurreiter (Fegentri) werden die Zuschauer in Maienfeld zu sehen bekommen.
Spannende Rennen, eine einmalige Atmosphäre auf der Naturrennbahn und ein begeistertes Publikum: Das sind die Internationalen Pferderennen Maienfeld/Bad Ragaz. Regelmässig verfolgen über 20 000 Zuschauer die Pferdetage in der Bündner Herrschaft. Das OK wird dieses Jahr erstmals von Jürg Mutzner geführt. Der Maienfelder trat im Frühling die Nachfolge des langjährigen Präsidenten Ruedi Niederer an. «Ich werde am bewährten Konzept festhalten und versuchen, zusammen mit dem OK das hohe Niveau zu halten», äussert sich Mutzner zu den Zielen seines ersten Präsidialjahrs.
Ein Fegentri-Rennen
Das Maienfelder Rossried am Fusse der Herrschäftler Bergen und Weinberge gilt als eine der schönsten Naturrennbahnen der Welt. Nachdem im Sommer 2007 40 000 Franken in den Bau einer Bewässerungsanlage investiert wurden, erfährt dieses Jahr das Rennprogramm eine Neuerung. Erstmals werden in Maienfeld die Amateurreiter eine offizielle Prüfung absolvieren, im Rahmen des Fegentri-Wettbewerbs. Die Fegentri-Reiter werden von ihren Landesverbänden nominiert und die genannten Pferde den Reitern zugelost. In Maienfeld wird ein Flachrennen über 2650 Meter geritten. Mutzner dazu: «Wir freuen uns über die Anfrage der Fegentri-Organisation. Dieser Lauf wird die Popularität des Rennplatzes Maienfeld/Bad Ragaz im Ausland steigern.»
Attraktive Rennen
21 Rennen mit einer Preissumme von 258 000 Franken werden für zwei attraktive Renntage sorgen. Als Höhepunkt steht am ersten Sonntag mit einem Preisgeld von 30 000 Franken der Grosse Preis von Maienfeld auf dem Programm. Mit 5500 Metern und 34 Hindernissen gilt es als das schwierigste Cross-Country der Schweiz. Am zweiten Renntag eine Woche später werden das Jagdrennen über 4200 Meter (Grosser Preis des Kantons Graubünden) und das Cross-Country über 4600 Meter (Grosser Preis des Cross-Clubs Maienfeld) die attraktivsten Rennen sein. Beide sind mit einem Preisgeld von je 20 000 Franken dotiert. Noch keine Aussage ist über die teilnehmenden Pferde und Reiter möglich. Das Teilnehmerfeld wird sich wie üblich an Pferderennen erst in den letzten zwei Wochen vor dem Anlass konkretisieren.
Spannendes Wetten
Viele Zuschauer pilgern der Wettmöglichkeit wegen nach Maienfeld. Pferdewetten sind bei Profis und Amateure beliebt, an Spitzentagen werden gegen 140 000 Franken an den Schaltern umgesetzt. Obwohl zur Pferdewette auch eine Portion Glück gehört, ist sie keine reine Glückssache. Während Profis bei der Wette auf Faktoren wie die Formkurve der Pferde und bereits erzielte Resultate achten, suchen sich andere Wetter ihr Pferd nach ganz unterschiedlichen Kriterien aus, wie zum Beispiel ein besonderer Name oder ein besonders schönes Tier. Welche die bessere (oder gewinnträchtigere) Variante ist, ist offen. Spannend und attraktiv sind die Pferdewetten in jedem Fall. Nicht zuletzt auch deshalb, weil ein Grossteil der Einsätze direkt nach dem Rennen wieder als Gewinne an die erfolgreichen Wetter zurück fliesst.
Grosse Festwirtschaft und Marktstände
In Maienfeld steht nicht nur der Pferderennsport, sondern auch das gesellschaftliche Erlebnis im Mittelpunkt. Für die Festwirtschaft auf dem Rennplatz zeichnet dieses Jahr erstmals die Ospelt AG aus Nendeln (Liechtenstein) mit ihrem Party-Service verantwortlich. In den grossen Festzelten, an den Aussenständen, Cüpli- und Crossbars wie auch im Sponsorenzelt wird sie mit einer bunte Vielfalt an kulinarischen Köstlichkeiten aufwarten. Natürlich sind auch Familien mit Kindern auf dem Rennplatz herzlich willkommen. Für Kinder bieten die Bergbahnen Grüsch-Danusa ein Kinderprogramm an.
Aufgestockt wird im Vergleich zu den Vorjahren die Anzahl der Marktstände. Auf dem Rossried werden verschiedene feine Spezialitäten aus der Region angeboten. «Wir intensivieren damit unsere Bemühungen, die Pferderennen noch gezielter als ein Erlebnis für die ganze Familie positionieren zu können», umschreibt es Mutzner.

