SP wehrt sich gegen Kahlschlag um weiter 89 Poststellen!

Die Post hat bekannt gegeben, schweizweit weitere 500 Poststellen schliessen zu wollen. Zusätzlich zu den 1500, die in den letzten Jahren verschwunden sind. Im Kanton Graubünden sind nochmals 89 Postbüros in Gefahr! Die SP Graubünden ist empört über den geplanten Kahlschlag und fordert die Post auf, ihre Verantwortung als Betrieb des Service Public endlich ernst zu nehmen und ihre Pläne grundlegend zu revidieren. Dass Poststellen beispielsweise in Trin, Poschiavo, Küblis, Ftan, Brigels oder Cazis geschlossen werden sollen, ist unakzeptabel und führt zu einem massiven Leistungs- und Arbeitsplatzabbau in ganzen Regionen. Und dies ausgerechnet in Zeiten schweren Rezession!

Trotz der Deklaration dieser Übung als „Überprüfung“, ist davon auszugehen, dass die wahre Absicht der Postleitung die Schliessung der 500 Poststellen ist. Dabei ist gerade aus Bündner Sicht klar: Ein umfassendes Poststellennetz ist nicht nur für den Service und die Arbeitsplätze der Wohnbevölkerung zentral, sondern auch für den Tourismus, die KMU und die Ver- kaufsgeschäfte von grosser Wichtigkeit. Die alternativen Angebote der Post sind nämlich oft kläglich. Im besten Fall wird aus der Poststelle eine Agentur (z.B. im Dorfladen), wo die meisten Dienstleistungen, z.B. der Zahlungsverkehr (Bareinzahlungen, Auszahlungen…), nicht mehr möglich sind. Und der Haus-Service nützt nur denen, die tagsüber zu Hause sind.

Jetzt muss die Bündner Regierung sofort aktiv werden. Die SP-Fraktion wird in der Aprilsession des Grossen Rates Auskunft verlangen, wie weit die Regierung über die „Überprüfung“ orientiert ist, ob sie in Verhandlungen mit der Post steht und was sie gedenkt zu tun, um einen echten und flächendeckenden Service Public sowie die Arbeitsplätze in den Regionen zu erhalten. Zudem wird sich Andrea Hämmerle, Präsident der zuständigen Kommission des Nationalrates, auf Bundesebene gegen diese Pläne der Post zur Wehr setzen. Dabei ist es seine Absicht, die eigentliche Ursache dieser Misere, die Liberalisierungspolitik bei der Post, nochmals grundsätzlich in Frage zu stellen.

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