PT – Der wirtschaftliche Strukturwandel stellt das Berggebiet, den weiteren ländlichen Raum und die Grenzregionen der Schweiz – so auch Graubünden – vor grosse Herausforderungen. Deshalb ist eine vertiefte und differenzierte Diskussion zu dieser Thematik notwendig.
Ein soeben erschienener Bericht „Strategien zum Umgang mit potenzialarmen Räumen“ gibt Gelegenheit dazu. Er zeigt verschiedene Optionen auf, wie mit potenzialarmen Räumen umgegangen werden kann. Unter anderem fordert eine Strategievariante, dass ein „ohnehin ablaufender Schrumpfungsprozess aktiv begleitet oder im Sinne eines integralen Teilrückzuges sogar gefördert“ wird. Für die FDP ist dies ein untauglicher Lösungsansatz. Diese Exit-Strategie kann die FDP nicht unterstützen. Es muss vielmehr darum gehen, auch in diesen Regionen, bzw. Orten Potenziale zu finden und zu entwickeln. Ein Investitionsstopp kann keine Strategie sein und würde die dezentrale Besiedlung gefährden. Diese Haltung schliesst aber eine kritische Hinterfragung von Investitionen nicht aus. Deshalb stehen für die FDP vor allem auch eine verstärkte Kooperation zwischen den regionalen Zentren und ihren umliegenden Gebieten im Vordergrund.
Die FDP Graubünden hatte sich bereits vor drei Jahren zu den an sich gleichen Aussagen von Avenir-Suisse kritisch geäussert. Es geht darum, Ideen zu entwickeln, wie auch in peripheren Gebieten ein wirtschaftliches Auskommen erzielt werden kann. Es geht darum, die Potentiale in der Wasserkraft, dem Tourismus und der Forst- und Landwirtschaft oder als attraktiver Wohnraum stärker zu nutzen und zu entwickeln.
Die FDP Graubünden fordert die Regierung auf darzulegen, wie sie mit potentialarmen Räumen umgehen will. Die FDP wird sich mit entsprechenden Ideen und Vorschlägen dazu später wieder äussern.
