In Graubünden soll im Raum Chur eine internationale Privatschule geführt werden dürfen. Die Bündner Regierung hat das entsprechende Konzept der Swiss International Schools AG (SIS) zur Kenntnis genommen.
Voraussetzung für den Betrieb ist, dass die Schule die Grundvorgaben des Lehrplans und der Stundentafel des Kantons umsetzt und einhält. Der Entscheid der Regierung gilt nicht als Präjudiz für andere internationale Schulen.
In verschiedenen Kantonen werden internationale Schulen geführt. Diese sollen in erster Linie für Kinder international tätiger Eltern einen problemlosen Wechsel an internationale Schulen anderer Länder sicherstellen. Konkret liegt nun in Graubünden ein Gesuch der International Schools Schweiz AG vor, die eine internationale Schule in der Region Chur eröffnen möchte. An der neuen Schule sollen Englisch und Deutsch gleichberechtigte Umgangs- und Arbeitssprachen sein. Die Aufnahme des Schulbetriebs ist für das Schuljahr 2010/2011 vorgesehen. Die Evaluation möglicher Schulstandorte im Raum Chur ist noch nicht abgeschlossen.
Grundsätzlich haben die Privatschulen in Graubünden die gleichen Pflichten wie die öffentlichen Schulen. Sie erhalten aber keine Beiträge des Kantons. Nach Ansicht der Regierung kann gerade in einer wirtschaftlichen Krisenzeit der Aufbau einer internationalen Schule die Standortattraktivität Graubündens erhöhen. Der Aufbau einer solchen Schule im Bündner Rheintal entspricht den Interessen der Wirtschaftsförderung und kann auch den Bildungsstandort Graubünden stärken.
