Wie beim Graubünden-Marathon am Samstag gab’s auch bei Graubünden-Walking vom Sonntag in Lenzerheide perfekte Luft und ideale Temperaturen. Begeisterte Kommentare waren die Folge.
Von Jörg Greb
Zuerst beim Handorgelspieler beim Wasserfall auf 1’800 m, kurz darauf bei den Treichlern auf Scharmoin auf 1’883 m, sodann beim Alphornbläser oberhalb Foil Cotschen (2’550 m) und im Ziel auf dem Rothorn-Gipfel auf 2’865 m zeigten sich ähnliche Bilder: Strahlende Gesichter und Walkerinnen und Walker bei bester Laune. Nicht, dass ihnen die Anstrengung der 11,5 km langen Bergstrecke mit den mehr als 1’400 Höhenmetern nicht anzusehen gewesen wäre. Leistungsgrenzen wurden angetastet. Aber angeschlagene Sportler, die durch Beanspruchung, Hitze und Flüssigkeitsverlust ihre Grenzen überschritten, waren selten. Vielmehr war der Einheitstenor: «Das war ein wunderbarer Tag. Ein Tag, um sich zu fordern, um Leistung zu erbringen.» Oder einfach auch «ein Tag zum Geniessen».
Ein erfreuliches Fazit liess sich vom Graubünden-Walking generell ziehen. Auch auf der Heidsee- und der Panorama-Runde war’s ideal, um mit der Sportart Nordic Walking Bekanntschaft zu schliessen oder ganz einfach wieder einmal einen Event unter Gleichgesinnten zu erleben. Erfreulich waren die Teilnehmerzahlen: 236 wurden gestoppt beim Power Top aufs Rothorn, 77 weitere meisterten diese anspruchsvolle Strecke ohne Zeiterfassung. Auf der Panorama-Strecke über 9,5 km waren 247 unterwegs und um den Heidsee über 5 km waren es 65. Und so war der Graubünden-Walking einmal mehr der Beweis dafür, dass diese Sportart nach wie vor alt und jung, fit und weniger fit in ihren Bann zieht.
