In unregelmässigen Zeitabständen entstehen neuartige Grippeviren, gegen welche den meisten Menschen die Abwehrkörper fehlen. In einem solchen Fall kann es zu einer Grippepandemie kommen, d.h. zu einer weltweiten Ausbreitung der Krankheit innerhalb weniger Monate. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat am Donnerstag, 11. Juni 2009 die pandemische Warnperiode auf die höchste Phase 6 angehoben. Das Ausrufen der Phase 6 im Zusammenhang mit der pandemischen Grippe (H1N1) 2009 (Schweinegrippe) kommt nicht unerwartet. Sie bedeutet, dass die weltweite Verbreitung des Pandemievirus nicht mehr verhindert werden kann.
Aktuelle Situation international
Aufgrund der raschen Verbreitung des Virus, publiziert die WHO keine täglichen Updates mehr. Zur Situation in Europa veröffentlicht das Europäische Zentrum für Infektionsschutz und Prävention (ECDC) regelmässig einen aktualisierten Bericht.
Die Schweinegrippe wurde erstmals am 29.04.2009 auch in der Schweiz nachgewiesen. Bis zum 31.07.2009 wurden insgesamt 484 laborbestätigte Fälle registriert. Bei 297 Fällen handelt es sich um Rückreisende aus Gebieten mit erhöhtem Expositionsrisiko. 93 Personen haben sich in der Schweiz angesteckt. 94 müssen noch abgeklärt werden.
So schützen Sie sich und andere
Die Schweizer Behörden verfolgen die Strategie, die Ausbreitung des Virus A(H1N1) zu beschränken, um eine Grippepandemie möglichst zu verlangsamen. Diese Strategie kann nur zum Erfolg führen, wenn die Menschen ihre Eigenverantwortung wahrnehmen und die Massnahmen zum Selbstschutz vor der Krankheit befolgen.
- Wer Grippesymptome verspürt, muss bis 1 Tag nach Abklingen der Symptome unbedingt zu Hause oder im Hotelzimmer bleiben. So lässt sich die Verschleppung der Krankheit vermeiden.
- Grippepatienten sollen Personen, mit denen sie während oder 1 Tag vor der Krankheit enge Kontakte hatten (unter 1 Meter Abstand), über ihre Erkrankung informieren und ihnen empfehlen, den eigenen Gesundheitszustand aufmerksam zu beobachten.
- Wer trotz Grippe das Haus verlassen muss (etwa für einen Arztbesuch), soll eine Maske tragen, um die Ansteckung weiterer Personen zu vermeiden.
- Gesunde Personen schützen sich am besten vor einer Ansteckung, indem sie regelmässig und gründlich die Hände mit Seife waschen und bei der Begrüssung auf Händeschütteln, Küsschen und Umarmungen verzichten.
- Beim Niesen oder Husten ist ein Taschentuch zu verwenden. Anschliessend die Hände waschen. Wer kein Taschentuch zur Hand hat, niest oder hustet in die Armbeuge.
- Zu Personen mit Grippesymptomen ist – wenn immer möglich – ein Abstand von 1 Meter einzuhalten
Weitere und aktuelle Informationen auf der Webseite “Gemeinsam gegen Grippe”
TV-Spots, welche das Bundesamt für Gesundheit im Rahmen der Grippekampagne “Gemeinsam gegen die Grippe” veröffentlicht hat.
via Bundesamt für Gesundheit




Ich verstehe bis heute nicht, warum man für ein derart ernstes Thema einen Komiker wie Beat Schlatter engagiert? Auch wenn am Schluss der Spots der Schriftzug “Kein Witz” eingeblendet wird, verstehe ich die Auswahl nicht wirklich. Ich hätte mir eine in der Öffentlichkeit glaubwürdigere Person vorgestellt. Eine Kommunikationsexpertin zum Beispiel. Verstehe auch nicht, warum das BAG nicht schon lange eine entsprechende Medienstelle mit öffentlichkeitswirksamer Pressesprecher(in) eingerichtet hat. Naja.
Gruss Ric