Web-Entwickler kämpfen gegen Internet Explorer 6

40 Internetfirmen setzen sich gemeinsam für ein Ende von Internet Explorer 6 ein. Derweil meldet Microsoft, dass diese den veralteten und sicherheitskritischen Browser noch bis 2014 unterstützen. Dies, obwohl seit geraumer Zeit die Version 8 frei verfügbar ist.

Weebly, ein in San Francisco angesiedeltes Hosting-Unternehmen, leitet die Kampagne gegen den Internet Explorer 6 (IE6). Der veraltete Browser aus dem Hause Microsoft läuft immer noch auf 27 Prozent aller Rechner weltweit. David Rusenko, der CEO von Weebly kritisiert am Browser insbesondere, dass Web Entwickler rund 50 Prozent länger für ein Projekt brauchen, um dieses für den IE6 anzupassen. Dieser Browser halte das Web zurück, ist sich Rusenko sicher.

Sicherheitskritischer Browser
Zu den zusätzlichen Aufwendungen für die Webseiten-Entwickler gesellt sich die Tatsache, dass der veraltete Browser auch punkto Sicherheit nicht mehr mit den aktuellen Browsern mithalten kann. Ein Update auf eine aktuelle Version ist kostenlos, und so erscheint es umso fragwürdiger, weshalb viele Anwender immer noch mit dem Urgestein im Netz surfen. Insbesondere Firmen haben unverständlicherweise oftmals noch heute den IE6 im Einsatz. Der Verfasser dieser Zeilen kennt selbst einige namhafte Schweizer Grossunternehmen, wessen Anwender noch mit dem IE6 im Netz unterwegs sind.

Einige Internet-Giganten signalisieren dem Anwender bereits, dass sie den Internet Explorer in der Version 6 nicht mehr unterstützen, so beispielsweise Facebook, Google oder YouTube. Eine Petition auf Twitter sammelt derweil Unterschriften gegen den alten Browser.

Internet Explorer 8 Download
Petition auf Twitter

Pat Müller – patmueller.ch

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6 Antworten auf Web-Entwickler kämpfen gegen Internet Explorer 6

  1. Olaf sagt:

    Ich frag mich wie man gegen den IE 6 “kämpfen” kann. Das Problem von unterschidlichen Raktionen der Browser war ja schon immer da und hat Webentwickler immer schon viel Ärger bereitet. Dass diverse Browser dann unterschiedlichste Sicherheitslücken aufweisen weiß man auch aber was soll Microsoft da machen? Letzendlich könnte man nur ein Zwangsupdate einführen und ich fürchte das ist nicht machbar. Der User entscheidet noch immer selbst welchen Browser er verwendet und wenn man die Leute, welche IE6 verwenden erreichen will, muss man sich mit den Ärgernissen von IE6 herumschlagen. Die internet Giganten haben da die einzige Möglichkeit insofern zu reagieren indem sie veraltete Browser nicht mehr berücksichtigen. Wer bei Google nicht mehr “normale” Anzeigen kriegt wird vielleicht bereit sein dann auf neuere Browser umzustellen – aber als kleiner Webseitenentwickler muß man halt eine Zahl von 27% Usern einfach berücksichtigen.

  2. Thommen sagt:

    Wieso wird völlig vergessen, dass es noch andere freie Browser gibt, auf die ein User sehr leicht umsteigen kann? zB Opera.

  3. Robin Heilos sagt:

    “Ein Update auf eine aktuelle Version ist kostenlos, und so erscheint es umso fragwürdiger, weshalb viele Anwender immer noch mit dem Urgestein im Netz surfen. Insbesondere Firmen haben unverständlicherweise oftmals noch heute den IE6 im Einsatz.”

    Tja Leute,

    Windows 2000 Server (noch auf vielen Firmenrechner aktiv) erlaubt KEIN UPDATE auf eine neuere Version von Microsoft Internet Explorer 6.x auf < . So simpel ist das!

    Das Problem liegt somit bei MS und nicht unbedingt bei den Usern. Die User (Serverbetreiber) möchten wohl sicherlich gerne ein Update durchführen, können es jedoch nicht, da für dieses o.g. Betriebssystem kein Update zur Verfügung steht.

    Das Firmen nicht unbedingt Windows Server 2003 oder neuer lizensieren, versteht sich von selbst: Windows 2000 Server kostete pro Lizenz alleine ca. 650 € zzg, der Kosten pro Lizenz für die Anzahl zusätzlicher Clientlizenzen. Grob sicherlich somit um die 1000 € pro Rechner und Server und dabei sind noch nicht einmal die Kosten für SSL Lizenzen (Zertifikate) berücksichtigt, die ebenso notwendig sind für HTTPS.

    Mittelgroße Firmen haben somit um die 30.000 – 50.000 € für das bestehende Netzwerk investiert, die sich sicherlich nicht wegen der "Unfähigkeit vom MS" mal so nebenbei in die Mülltonne werfen und dann "abschreiben" wegen einem notwendigen "Internet Explorer Update" und den zwang damit auf eine neue Windows Server Version kostenpflichtig zu wechseln.

  4. Alexander sagt:

    Na, ob das wirklich noch so viele User sind, die den IE6 nutzen, wage ich zu bezweifeln. Jede Statistik, die ich mir bisher angeschaut habe, lieferte ein anderes Ergebnis.

    Ich bin Webdesigner und habe vor einigen Monaten beschlossen, den IE6 nicht mehr zu supporten. Ich bin es einfach leid. Natürlich kann ich mit den Riesen (YouTube, Facebook) nicht mithalten aber ich denke, je mehr Leute (Webdesigner) mitmachen, desto schneller kann man den IE6-Nutzern klar machen, dass sie updaten sollten. Und je weniger Seiten sie sich anschauen können, desto eher werden sie etwas unternehmen.

    Einige neuere Projekte von mir schließen den IE6-Nutzer sogar komplett aus. Außer der Nachricht, dass derjenige einen uralten Browser aus dem Jahr 2001 nutzt bekommt der Surfer nichts zu sehen. Mag vielleicht arrogant rüberkommen aber wie gesagt, ich bin es leid. Natürlich sage und erkläre ich es meinen Kunden vorher, die meisten ziehen aber problemlos mit. Auf jeden Fall gibt es für den IE6 keine Extra-Stylesheets oder sonstige Weichen mehr. Basta.

    Wenn jemand noch den IE6 nutzen möchte, soll er das, aber er soll nicht erwarten, dass man ihm die Inhalte auch noch extra “mundgerecht” aufbereitet. Wenn ich einen Golf1 fahre, muss ich auch auf ABS, Zentralverrieglung, Servolenkung etc. verzichten. Und genauso ist es auch mit den Browsern. Ich gehe noch enen Schritt weiter und behaupte, dass es pure Faulheit ist. Viele wissen nicht, wie ein Update geht und haben keine Lust, sich 30 Minuten Zeit zu nehmen, sich mal schlau zu machen. Oder sie haben keine Lust, sich an ein verändertes Layout zu gewöhnen.

    Natürlich hat Herr Heilos Recht, wenn er sagt, dass auf Windows 2000 kein IE-Update möglich ist, aber es gibt immer noch andere Browser, wie z.B. Firefox, die problemlos auch auf Windows 2000 laufen. Also ist dieser Einwand (für mich) haltlos.

    Ich kann nachvollziehen, dass man als Unternehmer nicht auf vermeintlich 20%-30% der Besucher verzichten kann oder möchte. Deswegen unterrichte ich selbstverständlich meine neuen Kunden vorher und sie können dann immer noch entscheiden, ob ich die Webpräsenz erstellen soll oder nicht. Gut, ich bin wahrscheinlich in der glücklichen Lage, nicht auf jeden Kunden angewiesen zu sein aber ich weiß aus meiner Anfangszeit noch sehr, sehr gut, dass man nicht immer in der Lage ist, auf den einen oder anderen Auftrag zu verzichten. Daher weiß ich auch, dass nicht jeder Webdesigner mitziehen kann aber trotzdem möchte ich an alle, die es können, appellieren: Laßt den IE6 sterben!

  5. Form&Code sagt:

    Wir unterstützen den IE6 immer noch, obwohl Entwicklungsaufwand und Nutzen in keinem Verhältnis stehen. Der Grund liegt darin, dass viele große Unternehmen immer noch flächendeckend den IE6 in einer angepassten Version verwenden, weil alles andere intern nie zertifiziert worden ist.

    Sehr schön finde ich diesen Ansatz, dem Nutzer deutlich zu machen, sich doch mal nach einer Alternative umzusehen: http://www.flickr.com/photos/robotjohnny/3629069606/sizes/l/

  6. Olaf sagt:

    Also Alexander hat da wahrscheinlich wirklich recht. Es wird immer Nutzter geben die veraltete Browser nutzen und wenn man da alle berücksichtigen möchte wird man verrückt. Und eigentlich ist ja gerade die Tatsache, dass eben gewissen Sachen nicht mehr richtig klappen der einzige Druck auf viele Nutzer endlich wirklich mal auf neue Versionen des Browsers umzusteigen. Aber natürlich sind da die Privatnutzer die mal schnell ein Update machen könnten etwas ganz anderes als Firmen bei denen eben damit auch durchaus beträchtliche Kosten auflaufen.

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