Alpine Kinderklinik Davos – Kein Sportclub im Alexanderhaus

Die seit Juli in den Räumlichkeiten der früheren Alexanderhausklinik untergebrachte Alpine Kinderklinik Davos (AKD) schlägt in der Nutzung ihrer Gästezimmer einen neuen Kurs ein. Zwar soll das Alexanderhaus zur Mitfinanzierung der Klinik weiterhin teilweise als Hotelbetrieb genutzt werden, doch hat man sich vom Konzept eines “Sportclubs“ gelöst und sucht stattdessen nach einer der Klinik angepassten Lösung.

Der Wiederaufbau der Alpinen Kinderklinik Davos geht voran. Die betriebswirtschaftliche Neuausrichtung unter dem neuen kaufmännischen Direktor, Andreas Duck, sieht unter anderem vor, das Alexanderhaus teilweise als Hotel zu betreiben. Der Klinikbetrieb soll damit finanziell gestützt werden. Kurze Zeit nach dem Bezug der neuen Räumlichkeiten ist man deshalb mit einem Deutschen Reiseanbieter ins Gespräch gekommen. Dieser verpflichtete sich für die Wintersaison 2009/10 vertraglich zur Nutzung eines Teils des Alexanderhauses. „Das Angebot schien uns in der damals turbulenten Zeit attraktiv“, sagt Duck. „Nach drei Monatiger Zusammenarbeit mussten wir nun aber feststellen, dass die zunehmende Vermarktung des Alexanderhauses als Sportclub nicht in unser Klinik-Leitbild passt. Deshalb haben wir uns aus dem Vertrag zurückgezogen.“

Hotellerie-Konzept soll sich den Klinikbedürfnissen anpassen
Das angestrebte Hotellerie-Konzept soll möglichst flexibel sein, damit es sich nach den Bedürfnissen der Klink richten kann. Wichtig ist zudem ein gemeinsamer Auftritt mit verwandten Logos. Beides schien mit der bisherigen Lösung nicht erreichbar. „Nun ist es der AKD möglich, die Gästeauslastung in der Hotellerie selbst zu steuern und damit stets genügend Platz für Angehörige der Klinik-Patienten offen zu halten“, betont Duck. Erstaunt ist man zudem über das Interesse an den Unterkünften im Alexanderhaus. So konnten dem Organisationskomitee des Spengler Cups für die Zeit während des Tourniers infolge der Vertragskündigung nun 26 Betten mehr zur Verfügung gestellt werden. In der Wintersaison 2010/09 werden daher wohl weniger Free Rider als viel mehr die Familien der am Spengler Cup beteiligten Eishockeyspieler im Alexanderhaus übernachten.

Über das zukünftige Hotellerie-Konzept möchte Duck noch nicht zu viel verraten: „Nur soviel: Das Hotel soll einfach sein, aber dennoch eine gemütliche Atmosphäre schaffen, in der sich Angehörige unserer Patienten und Gäste, welche die Schönheit der Davoser Berge suchen, gleichermassen wohl fühlen.“

Klinikeröffnung im Frühling 2010 als Ziel
Durch die Besetzung des vakant gewordenen Chefarztpostens durch den medizinischen Berater Professor Horst von der Hardt sowie die Einstellung des neuen kaufmännischen Direktors, Andreas Duck, ist man zuversichtlich, dass die im April entzogene Betriebsbewilligung bald wieder erlangt werden kann. Am Ziel, die Alpine Kinderklinik Davos im ersten Halbjahr 2010 wiederzueröffnen, kann festgehalten werden.

www.kinderklinik-davos.ch

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