Das gestern von Apple vorgestellte iPad schliesst die Lücke zwischen Handy und herkömmlichem Laptop.
Selten ist ein Gerät von der technikaffinen Gemeinde so sehnlichst erwartet worden wie der gestern in San Francisco vorgestellte iPad. Steve Jobs, CEO von Apple schmückt seine Produktepräsentation denn auch in von ihm gewohnt rhetorisch emotionaler Art aus. «Wir wollen das Jahr 2010 beginnen, indem wir ein magisches und revolutionäres Produkt einführen. … Der iPad ist viel intimer als ein Laptop und fähiger als ein Smartphone. …»
Wie das iPhone bietet auch der iPad ein Display mit Multitouch-Bedienung. Texte werden wie beim Apple-Handy über virtuelle Tasten auf dem Display eingegeben. Eine externe Docking-Station mit Tastatur soll dazu erhältlich sein.
Das Gerät weist eine Höhe von 242.8 mm, eine Breite von 189.7 mm und eine Dicke von 13.4 mm auf. Das Gewicht liebt je nach Modell zwischen 680 und 730 Gramm.
Auf dem LED-Display mit einer Diagonale von 9.7 Zoll und einer Auflösugn von 1024 x 768 Pixel lässt sich ungleich desjenigen des iPhones wesentlich grosszügiger arbeiten, surfen, spielen. Martin Nisentholz von der NewYork Times bringt es auf den Punkt: «Wir denken, wir haben das Wesen des Zeitungslesens eingefangen». Das Bildschirm-Layout der interaktiven Zeitung entspricht weitgehend der gedruckten Ausgabe.
Ein Gerät, auf welchem sich Texte ausgesprochen gut lesen lassen – Apple zieht die richtigen Konsequenzen und eröffnet mit der Lancierung des iPad den iBook-Store. Ähnlich dem iTunes-Store für Musik, lassen sich beim iBook-Store digitale Bücher herunterladen, welche in einem schmucken virtuellen Büchergestell übersichtlich untergebracht werden und sogleich zum Lesen bereit sind.
Im Inneren des iPad arbeitet ein neuer Prozessor mit einer Taktrate von einem Gigahertz. Wie bei einem USB-Stick werden die Daten auf einem Flash-Speicher abgelegt. Dieser besitzt je nach Modell zwischen 16 und 64 Gigagyte. Die Kommunikation mit der Aussenwelt erfolgt über WLAN und Bluetooth sowie je nach Modell zusätzlich über 3G-Funktion (UMTS/HDSPA und GSM/EDGE). Mit dem Akku kann man bis zu 10 Stunden im Internet surfen, Videos schauen oder Musik hören. Er lässt sich entweder über das Ladegerät oder über den USB-Anschluss des Computers laden. So kann Gerät auch an Mac oder PCs mit USB 2.0 angeschlossen und synchronisiert werden. Eine Programm-Multitasking-Funktion sowie eine eingebaute Kamera sucht man beim neuen iPad vergebens – zumindest in dieser ersten Version.
Apps, welche auf dem iPhone laufen, können auch auf dem iPad verwendet werden. Die auf dem Mac beliebte Bürosuite «iWork» wird zu sehr günstigen Konditionen in einer Version für den iPad angeboten werden. Im Lieferumfang befinden sich ein Dock-Connector-auf-USB-Kabel, ein 10W-Ladegerät sowie die Dokumentation.
Das iPad wird ab bereits 499 US Dollar ab Ende März erhältlich sein.
http://www.apple.com/
http://www.macprime.ch/
Pat Müller – patmueller.ch
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