Cartier gewinnt den 26. St. Moritz Polo World Cup on Snow 2010

von Jürg am 2. Februar 2010

Cartier Polo World Cup on Snow

Cartier Polo World Cup on Snow

St. Moritz. In hart umkämpften Partien haben die vier Teams des 26. St. Moritz Polo World Cup on Snow den gegen 15‘000 Zuschauern ein spektakuläres High Goal Turnier der Meisterklasse geboten. Cartier hat sich schliesslich gegen die anderen Mannschaften durchgesetzt und trägt heute stolz die begehrte Cartier Trophäe nach Hause.

Auf den Plätzen zwei bis vier haben sich Julius Bär, Brioni und Maserati positioniert. Auch neben dem Sport bot der Anlass diverse Höhepunkte: Unter anderem verwöhnte ein Team von sieben bekannten Schweizer Gourmetköchen mit insgesamt 118 Gault-Millau-Punkten die Gäste auf dem See. Nicht zuletzt bewies die Organisatorin St. Moritz Polo AG, dass sie mit ihrer Neuausrichtung und einem zukunftsweisenden Energiekonzept auf dem richtigen Weg ist.

Die 26. Austragung des prestigeträchtigen Poloturniers ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Gegen 15’000 Zuschauer haben in den letzten vier Tagen bei meist schönem Wetter und klirrender Kälte ein spektakuläres High Goal Turnier der Meisterklasse verfolgt. Auf dem gefrorenen St. Moritzersee kämpften die vier Teams Cartier, Brioni, Julius Bär und Maserati um den Sieg. Verdient gewonnen hat schliesslich Cartier und nahm heute Sonntag stolz die begehrte Cartier Trophy entgegen. Den zweiten Platz sicherte sich Julius Bär, an dritter Stelle folgt Brioni und der vierte Platz gehört somit Maserati. Obwohl es Philipp Maeder, Patron für Maserati, und einem Team nicht aufs Podest gereicht hat, zeigte sich Mäder zufrieden. Schon an der Pressekonferenz vom Freitag zollte er der Organisatorin St. Moritz Polo AG grosses Lob: „Dies war eindeutig das am besten organisierte Turnier, an dem ich je gespielt habe.“

Endspurt auf dem See: Team Cartier holt sich den Sieg
Die Entscheidung im 26. Finale des St. Moritz Polo World Cup on Snow fiel acht Sekunden vor der letzten Glocke: Bis dahin lagen Titelverteidiger Julius Bär und Team Cartier mit jeweils einem Tor gleich auf. Wie eng das Match werden würde, zeigte sich bereits nach dem ersten Chukka, das mit einem Spielstand von 1:1 endete. Nachdem Julius Bär im zweiten Chukka mit 3:2 in Führung gehen konnte, stand es nach Ende der dritten Spielzeit erneut unentschieden mit 3:3. Während es die Zuschauer zu Beginn des vierten und entscheidenden Chukka kaum mehr auf den Sitzen hielt, lieferten sich die Teams harte Zweikämpfe, in denen der Ball immer wieder abwechselnd gefährlich nah in Richtung der Tore gespielt wurde. Acht Sekunden vor Spielende dann das folgenschwere Foul von Pablo MacDonough, der einen Cartier-Spieler kurz vor dem Tor ausbremste. Cartier bekam einen Freistoss aus unmittelbarer Entfernung zum Tor zugesprochen und nutzte diese Chance: Der Australier Glen Gilmore verwandelte diesen und schoss sein Team damit zum 4:3-Sieg im 26. St. Moritz Polo World Cup on Snow.

Detaillierte Matchberichte zu allen Spielen des 26. St. Moritz Polo World Cup on Snow 2010 finden Sie unter www.polostmoritz.com.

Das Wohl der Ponys im Mittelpunkt
Im Zuge der Neuausrichtung St. Moritz Polo AG im letzten Jahr ist einiges optimiert worden: Die neuen Banden rund um das Spielfeld garantieren eine noch sicherere Absperrung, die neuen Unterkünfte für die Ponies entsprechen dem neusten Standard der Tierhaltung für Pferde und während des Turniers kümmert sich zum ersten Mal ein spezialisierter Physiotherapeut um die Tiere. Bernhard Pöllinger, Head of Sports and Infrastructure der St. Moritz Polo AG meint dazu: „Die heutigen Stallungen in St. Moritz entsprechen nicht den modernen Anforderungen. Deshalb haben wir winterfeste Stallungszelte entwickelt mit grosszügigen Boxen und guter Belüftung. Schliesslich hat für uns das Wohl unserer Hauptdarsteller oberste Priorität.“

Zukunftsweisendes Energiekonzept sorgt für grüne Energie in St. Moritz
Mit der Neuausrichtung des Turniers hatte die Veranstalterin St. Moritz Polo AG auch ein neues Energiekonzept entwickelt. Für das diesjährige Turnier wurden deshalb die beheizten Zeltflächen auf dem See um einen Drittel verkleinert und der Energiebedarf vermehrt aus erneuerbaren Quellen bezogen. Hierfür baute der Basler Spezialist für Solarenergie, Tritec International AG, eigens für die Veranstaltung auf dem See eine Photovoltaik-Anlage zur Gewinnung von Solarenergie auf. Heinz Reber, CEO der St. Moritz Polo AG erklärte an der Pressekonferenz: „Unser Ziel war es, mit dem neuen Konzept ein Exempel zu statuieren für die nachhaltige Ausrichtung des St. Moritz Polo World Cup on Snow. Die Vision ist dabei eine CO2-freie Austragung des Turniers. Wir hoffen, dass wir die Behörden von der Notwendigkeit unserer Initiativen überzeugen können und dass inskünftig auch andere Veranstalter auf dem See unserem Beispiel folgen.“ Ein Exempel zu statuieren ist offensichtlich bereits gelungen. Charles Stisted, CEO des englischen Guards Polo Club bestätigte: „Mit der Neuausrichtung des Turniers hat die St. Moritz Polo AG vollkommen neue Standards gesetzt.“ Reber betonte aber auch, dass er nicht auf das nächste Turnier warten will, um sein Ziel weiter zu verfolgen. Bereits morgen wird der Solargenerator auf dem Gebäude der St. Moritz Polo AG an der Plazza dal Mulin installiert, der künftig grüne Energie ins Stromnetz der St. Moritzer speist. Im März dann ist gemeinsam mit Vertretern der Institutionen Gemeinde St. Moritz, Verein Clean Energy St. Moritz, Arctech Management AG, Energie Stadt St. Moritz, Destination Engadin/St.Moritz und EW St. Moritz ein Workshop geplant um die nächste Etappe anzugehen.

Ein Gourmetfest im Zeichen der Region
Auch kulinarisch sorgte der 26. St. Moritz Polo World Cup on Snow 2010 für Aufsehen. Sieben Schweizer Gourmetköche mit insgesamt 118 Gault-Millau-Punkten zelebrierten auf dem See entsprechend dem diesjährigen Motto „Engadin/Graubünden“ regionale Küche auf höchstem Niveau. Reto Mathis, Roland Jöhri, Franz Faeh, Jacky Donatz, Urs Gschwend und Daniel Müller verwöhnten während des Poloturniers die Besucher mit Leckerbissen aus der einheimischen Küche. Andreas Caminada, „Koch des Jahres“ und vor kurzem mit 19 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet, war für die Ausrichtung das Gala Dinners am Samstagabend verantwortlich. Ebenfalls von der Region inspiriert war das Dekor. Das rustikale Ambiente war in Anlehnung an Carigiets Schellenursli gestaltet worden und fügte sich wunderschön in das umliegende Bergpanorama ein. Für musikalische Umrahmung sorgte die junge Schweizer Alphornistin Eliana Burki, die im Rahmen des 26. St. Moritz Polo World Cup on Snow 2010 zum ersten Mal in St. Moritz auftrat. Die 26-jährige Musikerin begeisterte die Zuhörer, als sie dem Schweizer Traditionsinstrument ungewohnte Jazz- und Funknoten entlockte und erwies ihrem Ruf als virtuoses Alphorntalent alle Ehre.

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