Die Telekommunikations-Unternehmen Sunrise dürfen sich nicht zusammenschliessen. Dies hat die Wettbewerbskommission (Weko) entschieden.
Es hätte eine gigantische Hochzeit geben können, daraus wird nun nichts. Die Wettbewerbskommission Weko hat dem 1.5-Milliarden-Deal nun einen Riegel geschoben. Begründet wird der Entscheid damit, dass die Schweizer Kunden unter dem Deal leiden, weil es dadurch weniger Wettbewerb gibt. Das neue Unternehmen würde im Bereich des Mobilfunk-Marktes eine beherrschende Stellung einnehmen.
France Telecom, der Mutterkonzern von Orange und TDC, derjenige von Sunrise, zeigten sich über den Weko-Entscheid enttäuscht und erstaunt. Ein Zusammenschluss hätte den Firmen ermöglicht, wesentliche Investitionen in Ausbau von Netzwerk und Verbesserung von Kundenerlebnis zu tätigen. Durch die dadurch erzielten Synergien hätten attraktivere Preise und innovativere Produkte geboten werden können. Nun werde die dominante Stellung von Swisscom weiter untermauert.
Weitere Schritte behalten Sunrise und Orange sich vor. Orange hatte früher bereits mit einem Ausstieg aus dem Schweizer Markt gedroht, wenn die geplante Fusion scheitern sollte.
Pat Müller – patmueller.ch

