Erstes Impulsprogramm für den Bündner Tourismus mit „Alles fährt Ski“ erfolgreich abgeschlossen
Mit dem Ende der Kampagne „Alles fährt Ski“ ist auch das erste Impulsprogramm für den Bündner Tourismus abgeschlossen. An einer Medienorientierung vom 18. Mai 2010 in Chur zeigten sich die Projektpartner Graubünden Ferien, Bergbahnen Graubünden und hotelleriesuisse Graubünden mit dem Erreichten äusserst zufrieden. Bereits lanciert ist ein zweites Impulsprogramm, mit welchem im Sommer 2010 speziell Familien für Ferien in Graubünden begeistert werden sollen. Die Bündner Regierung hat dafür im Februar 2010 einen weiteren Kredit von CHF 790’000.– gesprochen.
„Alles fährt Ski“: Unter diesem Motto setzten die Projektpartner Graubünden Ferien (GRF), Bergbahnen Graubünden (BBGR) und hotelleriesuisse Graubünden (HSGR) in der vergangenen Wintersaison eine Kampagne um, welche in der Geschichte des Bündner Tourismusmarketings ihresgleichen sucht. Schneesportfans erhielten dabei für jeden Podestplatz der Schweizer Alpin-Fahrerinnen und -Fahrer im Weltcup und an den Olympischen Winterspielen in Vancouver Vergünstigungen auf Skitickets, bei Hotel-Übernachtungen und auf den Bernina Express – graubündenweit einzulösen vom 1. März 2010 bis zum Ende der Wintersaison. Wie hinlänglich bekannt, liessen sich die Swiss-Ski-Athleten – allen voran der Überflieger aus Obersaxen, Olympiasieger Carlo Janka – nicht lumpen und fuhren innerhalb der gesetzten Frist genau 30 Mal auf’s Podest. Entsprechend erfreulich fiel der „Grischa-Bonus“ aus, welcher einer Ermässigung von 30% auf den erwähnten Leistungen entsprach.
Zehntausende Registrierte, Tausende Nutzniesser
Dank der herausgefahrenen Erfolge des Swiss-Ski-Teams registrierten sich nach zögerlichem Start bis zum Abschluss der Olympischen Winterspiele rund 24’000 Schneesport- und Graubünden-Fans aus der ganzen Schweiz, und teilweise sogar dem Ausland, auf der eigens für die Aktion eingerichteten Website ski.graubuenden.ch. „Das ursprüngliche Ziel von bis zu 50’000 Registrierten haben wir damit zwar verpasst“, räumte GRF-CEO Gaudenz Thoma vor den Medien ein. Angesichts der Hemmschwelle, die mit der Weitergabe von Daten im Internet verbunden sei, werte er die erreichte Zahl trotzdem als grossen Erfolg, so Thoma. Dass in der Einlösephase insgesamt 17’250 elektronische Vouchers – wovon fast 16’000 für Skipässe – generiert wurden, habe die Erwartungen aller deutlich übertroffen, gab sich der Präsident von Bergbahnen Graubünden, Silvio Schmid, zufrieden. Der Bergbahn-Direktor freute sich zudem über die gute Ver-teilung der eingelösten Bergbahn-Ermässigungen auf alle Regionen. Während in der Region Mitte fast 5’200 mal Rabatt gewährt wurde, waren es in der Region Engadin/Südbünden rund 4’000, in der Surselva knapp 3’300 und in Davos/Klosters knapp 3’000 Mal. Die Zahl der Region Engadin/Südbünden bestätige die Zielsetzung, dass nicht nur Tagesausflügler von der Aktion pro-fitierten, sondern auch Übernachtungsgäste mit entsprechend hohem Wert-schöpfungseffekt. Ein weiterer Beleg für diese Annahme sind die rund 1’300 Hotel-Vouchers, welche in rund 3’000 direkte zusätzliche Logiernächte um-gemünzt werden können. Für den Branchenverband hotelleriesuisse Graubünden (HSGR) ist diese – durchaus erfreuliche – Zahl dennoch zweitrangig. „Die Reaktionen der Bevölkerung und der Presse waren überwältigend und sind ein wichtiger Schritt, dass sich Graubünden noch stärker als die Schneesportdestination positionieren kann“, brachte HSGR-Geschäftsführer Jürg Domenig einen Hauptnutzen der Aktion auf den Punkt. Für die Hotellerie ist diese Imagewerbung gemäss Domenig unter dem Strich viel wichtiger als die effektiv generierten Übernachtungen. Auch GRF-CEO Gaudenz Thoma und BBGR-Präsident Silvio Schmid schätzen die mediale Dauerpräsenz Graubündens über die ganze Wintersaison hinweg als eine Haupterrungenschaft der Kampagne ein.
Konzertierte Aktion mit Wirkung
Ein direkter Zusammenhang zwischen der Aktion und der Entwicklung der Wintersaison könne nicht nachgewiesen werden, räumte Touristiker Thoma vor den Medien ein. Er gehe aber dennoch davon aus, dass „Alles fährt Ski“ die positive Entwicklung der Logiernächte-Zahlen aus dem Binnenmarkt bis Ende März beeinflusst habe. Thoma verwies dabei auf die bessere Performance der Bündner Hotellerie (auch) bei den Gästen aus der Schweiz, im Vergleich zu den alpinen Konkurrenzregionen Wallis und Berner Oberland.
Neben den durch Zahlen belegten Resultaten der Kampagne strichen die drei Projektpartner Graubünden Ferien, Bergbahnen Graubünden und hotelleriesuisse Graubünden unisono die Qualität der Zusammenarbeit beim Impulsprogramm für den Bündner Tourismus hervor. Dass die grösste Ferienregion der Schweiz derart geballt und geeint im Markt aufgetreten sei, habe auch in Branchenkreisen weit über die Kantonsgrenzen hinaus anerkennende Reaktionen ausgelöst, sagte Gaudenz Thoma. Als Glücksfall bezeichnete er in diesem Zusammenhang auch die Partnerschaft mit dem Schweizerischen Skiverband „Swiss-Ski“, welche der Aktion grosse Glaubwürdigkeit verliehen habe.
Auf Grund der positiven Bilanz herrscht unter den Projektpartnern Einigkeit da-rüber, dass die gemeinsame Marketing-Offensive in einer nun zu definierenden Form im kommenden Winter im Rahmen des Impulsprogramms II fortgesetzt werden soll. In den kommenden Wochen und Monaten werden entsprechende Konzepte erarbeitet. Vor der Winterkampagne „Alles fährt Ski“ hatten die Partner im Rahmen des ersten Impulsprogramms für den Bündner Tourismus bereits erste Massnahmen zur Bewerbung des Herbsts 2010 umgesetzt.
Zweites Impulsprogramm mit Familienkampagne lanciert
An das nun abgeschlossene, von der Bündner Regierung mit CHF 600’000.— geförderte erste Impulsprogramm, schliesst nahtlos ein zweites derartiges Paket an. In diesen Tagen wurden die ersten Massnahmen einer breit angelegten Sommerkampagne lanciert. Im Fokus steht dabei die Zielgruppe „Familie“. Entsprechende Ferien-Angebote werden unter anderem mit einer 32-seitigen Angebotsbroschüre in einer Gesamtauflage von 460’000 Exemplaren beworben. Diese wird unter anderem der Schweizer Illustrierten beigelegt. Einen zweiten Schwerpunkt bildet eine Online-Kampagne auf reichweitenstarken Portalen wie nzz.ch und blick.ch, begleitet von 300’000 Newsletter-Versänden. Das Gesamt-budget der Familienkampagne beläuft sich auf rund CHF 836’000.— wovon 545’000.— aus den Sondermitteln des Kantons stammen. Mit der Kampagne sollen die Ferienaufenthalte aus dem Binnenmarkt in der Sommersaison angekurbelt werden. Dies vor dem Hintergrund eines nach wie vor unsicheren wirtschaftlichen Umfelds.
